Abtei Kornelimünster
 

Home
Nach oben
über uns
Leistungen
Referenz
Impressum

Mönche heizen modern mit Holzschnitzeln

Zukunftsweisende Wege in der Energieversorgung geht seit Anfang diesen Jahres die Benediktinerabtei Kornelimünster. Ihre Wärme gewinnt die Abtei jetzt aus einem für die Region neuartigen Heizsystem, einer Holzhackschnitzel-Anlage, die ausschließlich mit der Biomasse Holz betrieben wird.

Im vergangenen Jahr stellte sich für die Abtei die Frage, ob die bestehende, veraltete Heizanlage nach und nach saniert oder durch ein komplett neues System ersetzt werden sollte. Gemeinsam mit der Firma „Willecke Haustechnik“ in Aachen entstand das Konzept zu einer Holzhackschnitzel-Anlage. Die Wärme entsteht hierbei zentral durch die Verbrennung von naturbelassenem, zerkleinertem Holz und wird über Fernwärme-Rohrleitungen auf die Abtei und die dazugehörigen Gebäudeteile verteilt.

Für die Region ist die Anlage ein Pilotprojekt und selbst für Nordrhein-Westfahlen in dieser Größenordnung einmalig. Im Süden Deutschlands, in Österreich und der Schweiz wird die Technik der Biomassenverbrennung zur Wärmeerzeugung dagegen schon seit längerem angewandt. Die Anlage wurde vom Land Nordrhein-Westfahlen bezuschusst und ist in ihrer Konzeption wirtschaftlicher wie eine herkömmliche Heizung, und somit auch wesentlich umweltschonender.

Holzhackschnitzel sind Biomasse, und ihre Verbrennung trägt nicht zur Erhöhung des Treibhauseffektes bei. Durch die kontrollierte Verbrennung der Holzschnitzel wird nur die Menge an Kohlendioxid freigesetzt, die vorher beim Wachstum der Bäume aus der Atmosphäre aufgenommen wurde. Der Kohlendioxid-Kreislauf ist somit geschlossen.

Zudem wird der Ausstoß an Kohlendioxid eingespart, der bei der Verbrennung von fossilen Energieträgern wie Erdöl oder Erdgas entstehen würde. Etwa 1400 Kubikmeter Hackschnitzel wird die Abtei pro Jahr benötigen. Ein Kubikmeter Holzschnitzel entspricht in der Wärmeleistung etwa 96 Litern Heizöl. Durch die Inbetriebnahme der neuen Anlage wird der jährliche Ausstoß von Kohlendioxid somit um 190 Tonnen pro Jahr beziehungsweise um 80 Prozent gesenkt.

Die neue Technik verbindet ökologische und wirtschaftliche Vorteile. Die verwendeten Holzhackschnitzel kommen über kurze Transportwege aus Sägewerken der näheren Umgebung. Arbeitsplätze in der Holzwirtschaft sowie das Kapital bleiben in der Region. Das ausschlaggebende Argument war jedoch für alle Beteiligten die Nutzung des nachwachsenden Rohstoffes Holz. Holz ist ein regenerativer Energieträger, der bei nachhaltiger Nutzung im Gegensatz zu Öl, Kohle oder Gas nicht erschöpft wird.

Um das Projekt in dieser Dimension finanzieren zu können, wurde mit der Firma Willecke Haustechnik ein Enerige-Lieferungsvertrag („Energiecontracting“) geschlossen. Beim Contracting erfolgt die Finanzierung, der Unterhalt, der Betrieb und die Wartung durch die Firma Willecke. Die Benediktinerabtei bezahlt nur die tatsächlich genutzte Wärme. Die Technik entspricht dem neuesten Stand, weshalb die Anlage auch einen sehr hohen Wirkungsgrad aufweist. Die Abtei spart etwa zwanzig Prozent an Energie.

Die Hackschnitzel werden über eine sogenannte Förderschnecke computergesteuert direkt aus einem Holzhackschnitzel-Bunker in den Holzkessel transportiert. Die Techniker bei „Willecke“ können die computergesteuerte Regelungsanlage von ihren Büroräumen aus überwachen, optimieren und bei Störungen sofort eingreifen. Treten Störungen auf, ruft die Anlage beim zuständigen Kundendienstmonteur bei „Willecke“ an.


Home über uns Neuigkeiten Leistungen Referenz Impressum

Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an: webmaster@willecke-aachen.de 
Stand: 30. Januar 2007

Copyright 2004 by Willecke Haustechnik GmbH - Alle Rechte vorbehalten
Impressum